Konfettihaus Drohnenfotografie
Konfettihaus

Mut, Hassnachrichten und ein Crowdfunding voller Emotionen…

Mir war von vornherein klar, dass ich Gegenwind aushalten muss. Es ist trotzdem ein Unterschied von diesem Umstand nur Kenntnis zu haben oder ihn dann wirklich auszuhalten und nicht einzuknicken, weil der Mut einen verlässt.

Ich bin überzeugt davon, dass es in der Männerwelt anders zugeht. Das Business… weitestgehend… von Emotionen getrennt wird. Das ist einerseits gut, andererseits… auch nicht wirklich. Aber in diesem Fall, also in meinem… wünsche ich mir mehr Frauen, die denken wie Männer.

Es gibt doch nur 2 Möglichkeiten… entweder man macht mit oder man lässt es. Aber es gibt Frauen, die schreiben Hassnachrichten. Die gucken Tag für Tag in deine Account… bis es passt… bis der Tag passt, an dem man endlich Wutnachrichten an eine Person loslassen kann, die man nicht mal persönlich kennt.

Ich werde niemals den Punkt von Verständnis erreichen für diese Art der Kommunikation. Ich werde auch niemals verstehen, warum man täglich Menschen „stalked“, die man scheiße findet oder auch einfach nur scheiße finden will. Was für eine verschwendete Energie…

Mir macht das… immer öfter… so gar keine Freude mehr. Seit 10 Jahren versorge ich eine/meine Community mit Content und in den letzten 3 Jahren fast ausschließlich frei von Werbung, bis auf wenige und sehr ausgewählte Partner. Ich hamstere nicht heimlich irgendwo Provisionen oder verdiene an zigfachen Rabattcodes. Ich schreibe in meiner Freizeit über Reisen, versorge alle mit Infos und versuche, soweit möglich, alle Fragen zu beantworten. In den USA hat Instagram mittlerweile eine Abo-Funktion eingeführt. Heißt… qualitativer Content fällt hinter die Bezahlschranke. Das einfach nur mal als Info am Rande.

Mit dem Blick auf 2023 mache ich mir große Sorgen… ganz egoistisch… um mich selbst (und dann um den Rest der Welt). Wie wird es weitergehen? Was bringt der Januar? Wie kann ich mich bereits jetzt sinnvoll aufstellen, um uns finanziell über die Runden zu bringen. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob das so wäre wie jetzt oder in einem Angestelltenverhältnis. Ich bin vieles nicht… aber eins bin ich definitiv: fleißig.

Manchmal, wenn ich morgens unter der Dusche stehe, überfallen mich richtige Panikattacken, weil mich die Angst vor dem nächsten Jahr übermannt. Seit 3 Jahren wird es Jahr für Jahr immer verrückter und unberechenbarer und ich versuche diesem Zustand… einigermaßen strukturiert… zu begegnen. Ganz oft ist das, wie ein Tanz auf dem Vulkan.

Und ja… ich weiß… so geht es nicht nur mir, sondern vielen anderen auch und in dem Kreis aus Freunden und Kollegen, in dem ich mich bewege, ist die Unterstützung außerordentlich groß. Ich empfinde für meine Freunde Liebe… das ist meine Familie. Ich bin voller Wertschätzung und Respekt für all diese Menschen… inklusive aller Reibungspunkte und gegenseitigem „Kopfgewasche“.

In dem, was ich tue, braucht es mehrere Standbeine. Das geht vielen meiner Kolleginnen so. Ich bin mit meinem Drohnenmodell am Ende der Fahnenstange angekommen. Wenn ich mich entwickeln möchte, Kurse für Frauen anbieten möchte (und der Bedarf und die Nachfrage sind da), dann braucht es nach bald 3 Jahren einen Austausch meiner Drohne.

2,5 Jahre habe ich investiert, geübt, den Drohnenführerschein gemacht. Alle jubeln mir zu, wenn ich Fotos oder Videos poste. Aber es erreichen mich Hassnachrichten, wenn ich nach 10 Jahren Community zum ersten Mal konkret um etwas bitte und das nicht umsonst, sondern verbunden mit einer Gegenleistung. Fotografie gegen Investition. Niemand steht unter Zwang und kann kommentarlos weitergehen, wenn er/sie das nicht möchte.

Es geht um eine Business-Investition und nicht um Geld für das nächste Paar Autry Sneaker. Da hilft auch nicht der Vergleich, dass ich mir vor kurzem ja auch eine Tasche für 219 Euro gekauft hätte (für die ich übrigens 5 Taschen verkauft habe, um sie mir zu leisten).

Das bringt mich dann immer wieder an den Punkt, wo ich überlege, was ich überhaupt noch posten kann, ohne mich angreifbar zu machen… denn das macht leider überhaupt keinen Spaß.

Mir war kotzübel heute Vormittag… als ich den Link für’s „Crowdfunding“ postete und es hat mich elendig viel Überwindung gekostet. Der Ball war einmal im Rollen und dann hab ich auch noch den Mut für den letzten Schritt aufgebracht. Viele kleine „Miniinvestorinnen“ beteiligen sich gerade an der Aktion und schicken mir emphatische Mutmacher-Nachrichten. Ich danke Euch dafür.

Die Welt geht nicht unter, wenn die Aktion nicht erfolgreich ist. Auch für mich ändert sich nichts. Dann wird es eben nur länger dauern und auch das ist in Ordnung.

Aber um ehrlich zu sein, wollte ich das versuchen. Ich wollte es einfach mal machen und ich wollte es wissen. Kann ich eine Business-Idee mit der Kraft meiner Community nach vorn bringen? Und kann ich den Gegenwind aushalten?

Manchmal, wenn ich einen klaren Blick für mein Business brauche, suche ich den Rat bei Männern.

Darunter ist auch einer (großartiger Typ übrigens), der selber bei der Höhle der Löwen erfolgreich eine Investition zugesprochen bekam. Das ist immer so, als würde jemand deinen Kopf gerade rücken und dich total analytisch und ohne jede Emotion betrachten. Du willst dein Business rocken Andrea? Dann geh verdammt nochmal die Wege dafür, die notwendig sind… auch wenn das hin und wieder so richtig schmerzhaft ist.

Manchmal könnte ich dann ausflippen, aber mit ein bisschen Abstand… liegt ganz oft viel Wahrheit indem, was er mir knallhart um die Ohren schmeißt.

Es sieht gut aus für dieses „Crowdfunding„. Nach gut 4 Stunden gibt es 53 kleine Miniinvestorinnen und ein Drittel der Summe ist bereits gesichert. Das ist verrückt und irgendwie unberechenbar und vermutlich mache ich so was nie wieder. Vermutlich. Mein Kopf ist einfach voller Ideen.

Ich freue mich, Euch ein episches Drohnenfoto zukommen lassen zu dürfen. Hoffentlich eins, was ich endlich im Hochformat und mit einer deutlich besseren Auflösung machen konnte.

Falls Du auch Lust hast Teil der „Drohnengang“ zu werden, dann kannst Du hier klicken und miniinvestieren.

Ich verbleibe mit einer Umarmung an diesem hochemotionalen Tag und ja: ich habe PMS.

Eure Andrea


Ein Kommentar

  • Stefanie

    Liebe Andrea,

    ich wünsche Dir von Herzen gute Nerven. Es ist bestimmt schwer, das auszuhalten und Du hast Deine Gedanken dazu in sehr klare Worte gefasst. Ich habe schon so viel gelernt von Dir!
    Danke, dass du da bist, durchhältst und uns Frauen zeigst, was möglich ist 🙂

    Liebste Grüße,
    Stefanie

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